Positionierung
Das Plugin reiht die 3D-Modelle einer Komponenten-Liste automatisch aneinander: Küchenzeilen, Schrankreihen, Regalwände, Zaunfelder, Theken. Sie legen pro Modul nur noch die Maße fest – Position, Rotation und Ecken rechnet das Plugin.
Ohne das Plugin müssten Sie in jeder Regelzeile die Koordinaten und den Winkel jedes Moduls von Hand ausrechnen. Sobald der Kunde ein Modul einfügt, löscht oder umsortiert, stimmt diese Rechnung nicht mehr.
Das Prinzip: der Faden
Das Plugin legt einen unsichtbaren "Faden" durch die Szene und setzt die Module der Reihe nach darauf ab. Für jedes Modul läuft der Faden:
- Modul am aktuellen Punkt in der aktuellen Laufrichtung absetzen,
- um Breite weiterlaufen,
- um Winkel drehen,
- um Breite gedreht weiterlaufen.
Dort, wo der Faden endet, beginnt das nächste Modul. Ein gerades Modul verbraucht nur Schritt 2, ein Eckmodul alle vier.
Die Reihe läuft in x-Richtung, ein positiver Winkel dreht im Uhrzeigersinn (von oben betrachtet). Gerechnet wird in Metern und ausschliesslich in der Grundfläche – die Höhe kommt aus dem Modell selbst.
Voraussetzungen
- Das Plugin ist in Ihrem Konfigurator eingetragen.
- Sie haben eine Komponenten-Liste angelegt, in die der Kunde seine Module aufnimmt (z.B. "Küchenzeile" mit Unterschrank, Eckschrank, Hochschrank).
- Für jeden Modultyp gibt es ein 3D-Modell.
- In Ihrem Profil ist der Entwickler-Modus aktiv – Sie brauchen ihn, um an Merkmalen das Feld Key zu sehen. Ohne Key liest das Plugin keine Maße.
Einrichtung
1. Modell "Positionierung" anlegen
- Klicken Sie in der Seitenleiste auf Loading..., dann aufLoading....
- Wählen Sie Positionierung und klicken Sie auf das "+".
- Geben Sie dem Modell einen Namen, z.B. "Küchenzeile Layout".
Das Modell bringt drei Slots mit: Input Before, Input und Input After.
2. Modell in die Szene setzen
Setzen Sie es wie jedes andere Modell über eine Regel in die Szene. Meistens genügt eine Regel ohne Bedingung, die das Layout immer anzeigt.
3. Modulliste binden
- Klicken Sie in der Regel hinter dem Modell auf Loading....
- Wählen Sie bei Modulliste die Komponenten-Liste mit Ihren Modulen aus.
Ohne diese Bindung bleiben alle Maße 0 und alle Module landen übereinander im Ursprung.
4. Maß-Merkmale in der Komponente anlegen
Legen Sie innerhalb der Komponenten-Liste drei Zahlen-Merkmale an und geben Sie jedem einen Key:
| Key | Bedeutung |
|---|---|
breite | Strecke vor dem Knick, in Metern |
winkel | Drehung der Laufrichtung am Ende des Moduls, in Grad |
breite_gedreht | Strecke nach dem Knick, in Metern |
Die Merkmale dürfen berechnet und versteckt sein – der Kunde muss sie
nicht sehen. Üblich ist eine Berechnung aus einer
Wert-Eigenschaft des Modultyps, etwa Breitenwahl / 1000, wenn der
Kunde Millimeter eingibt.
Ein Merkmal ohne Key wird nicht gefunden – das ist der häufigste Einrichtungsfehler.
5. Modul-Modelle in den Slot legen
Die Regel, die pro Modul ein 3D-Modell anzeigt, zeichnet die Modelle bisher direkt in die Szene. Leiten Sie sie ins Layout um:
- Klicken Sie in dieser Regel in der Kopfzeile der Modell-Spalte auf das Stift-Symbol.
- Wählen Sie bei Slot-Zuweisung den Eintrag Positionierung > Input (bzw. den Namen, den Sie Ihrem Layout-Modell gegeben haben).
Ab jetzt werden die Modelle nicht mehr selbst gezeichnet, sondern vom Layout platziert.
6. Anker der Modelle prüfen
Das Plugin setzt jedes Modul mit seinem Ursprung auf den berechneten Punkt des Fadens. Wo das sichtbare Modell relativ dazu sitzt, bestimmt der Anker des Modells.
Konvention: hinten-unten-rechts – also genau dort, wo das Modul an das vorige anschliesst und auf dem Boden steht. Damit stehen die Module automatisch auf dem Boden und stossen fugenlos aneinander.
Gerade Module und Eckmodule
Gerade Module: Nur breite setzen, winkel und breite_gedreht bleiben 0.
Eckmodule:
breite= Länge des eingehenden Schenkels bis zum Knickwinkel= Drehwinkel in Grad, positiv = im Uhrzeigersinn von oben (meist 90)breite_gedreht= Länge des ausgehenden Schenkels, oft die Korpustiefe
Ein Eckmodul dreht die Laufrichtung für alle folgenden Module. Zwei Eckmodule mit je 90° ergeben eine U-Form, vier ein geschlossenes Rechteck. Krumme Winkel sind erlaubt (z.B. 45 für eine Diagonalecke), negative Werte drehen gegen den Uhrzeigersinn.
Beispiel: Küchenzeile mit Ecke
| # | Typ | breite | winkel | breite_gedreht |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Unterschrank | 0,60 | 0 | 0 |
| 2 | Unterschrank | 1,20 | 0 | 0 |
| 3 | Eckschrank 90° | 0,90 | 90 | 0,60 |
| 4 | Unterschrank | 0,80 | 0 | 0 |
Modul 1 beginnt im Ursprung, Modul 2 bei 0,60 m, Modul 3 bei 1,80 m. Der Faden läuft bis 2,70 m, dreht dort um 90° und läuft 0,60 m weiter nach vorne – dort steht Modul 4, quer zur ersten Zeile. Fügt der Kunde vor Modul 3 einen weiteren Schrank ein, wandert die Ecke automatisch mit.
Fehlersuche
| Beobachtung | Ursache |
|---|---|
| Alle Module liegen übereinander | Modulliste nicht gebunden, oder die Maß-Merkmale haben keinen Key |
| Einzelne Module liegen aufeinander | Bei diesem Modultyp fehlt breite oder der Key ist falsch |
| Module stehen versetzt auf ihren Plätzen | Anker der GLB-Modelle passt nicht |
| Die Ecke dreht in die falsche Richtung | Vorzeichen bei winkel tauschen |
Zu diesem Plugin gibt es eine ausführlichere Dokumentation mit Debug-Anzeige, mehreren Modellen pro Modul und Sonderfällen an Anfang und Ende der Reihe. Fragen Sie bei Bedarf unter support@objectcode.de danach.