Das perfekte Lead-Generierungs-Tool: der Konfigurator
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie einen Produktkonfigurator als Lead-Generierungs-Tool nutzen, um aus Website-Besuchern qualifizierte Anfragen zu machen. Sie sehen, wie Sie den IKEA-Effekt für mehr Kaufbereitschaft nutzen und Ihren Vertrieb mit besseren Daten entlasten.
Viele Anbieter konfigurierbarer oder modularer Produkte stehen vor derselben Frage: Wie kommen wir weg von schlechten, unvollständigen Anfragen hin zu wirklich qualifizierten Leads?
Ein digitales Leadgenerierungstool in Form eines Produktkonfigurators ist dafür eine der stärksten Lösungen.
Warum? Weil sich Interessenten aktiv und intensiv mit Ihrem Produkt beschäftigen, bevor sie eine Anfrage absenden:
Sie investieren Zeit,
treffen Entscheidungen,
spielen Varianten durch.
Genau diese Auseinandersetzung erhöht die Kaufbereitschaft und die Zahlungsbereitschaft – das ist der Kern des bekannten IKEA-Effekts: Menschen bewerten Produkte höher, an deren Entstehung sie mitgewirkt haben.
Im Folgenden zeigen wir, wie ein Online-Produktkonfigurator als Lead-Generierungs-Tool funktioniert, für wen er sich lohnt und welche Vorteile er für Vertrieb und Marketing bringt.
Was ist Leadgenerierung?
Leadgenerierung bedeutet, aus anonymem Website-Traffic konkrete, ansprechbare Kontakte zu machen. Aus Besucherinnen und Besuchern werden „Leads“, also Interessenten mit Kontaktdaten und ersten Bedarfsinformationen.
Ein Konfigurator macht Ihre Website dabei zu einem interaktiven Lead-Generierungs-Tool: Er führt Nutzer Schritt für Schritt durch Fragen zu Bedarf, Varianten und Budget. Aus diesen Interaktionen entstehen strukturierte Daten, die Ihr Vertrieb für die weitere Qualifizierung nutzen kann.
Welche Daten braucht Ihr Vertrieb wirklich?
In vielen Unternehmen landen im CRM nur diese Informationen:
Name und Kontaktdaten
sehr grobe Beschreibung („Angebot für Anlage XY“)
vielleicht eine Dateianlage
Für ein gutes Erstgespräch reicht das selten. Ihr Vertrieb braucht:
Produktdetails und Variantenwünsche
Mengen, Maße, Ausstattungen
Einsatzszenarien und Rahmenbedingungen
grobe Budgetvorstellung
Zeithorizont und Entscheidungsstatus
Ein Konfigurator fragt diese Informationen nicht in einem langweiligen Formular ab. Er führt Ihre Interessenten in logischen Schritten durch den Entscheidungsprozess. Am Ende steht eine Anfrage, die eher einem Vorab-Angebot gleicht als einem lose formulierten Wunsch.
Beispiel: Formular-Konfigurator für Solaranlage
Herausforderungen in der Leadgenerierung
Typische Probleme in der Leadgenerierung:
Viele Anfragen, aber wenig wirkliche Kaufabsicht
Unvollständige Angaben, viele Rückfragen
Vertrieb beschäftigt sich mit „falschen“ Leads
Marketing kann Kampagnen-Erfolg schwer messen
Ein klassisches Kontaktformular filtert kaum. Jeder kann „mal schnell“ anfragen. Das kostet Ihr Team Zeit und senkt die Abschlussquote.
Ein Konfigurator baut dagegen eine natürliche Hürde ein: Interessenten investieren Zeit in ihre Produktkonfiguration. Wer diesen Prozess durchläuft, hat echtes Interesse.
Kunden investieren Zeit und Aufmerksamkeit in die Produktkonfiguration
Wie unterscheiden sich einfache Leads von qualifizierten Leads?
Einfache Leads:
wenig Informationen
unklare Anforderungen
oft nur Preisorientierung („Was kostet das?“)
Qualifizierte Leads:
haben sich mit Produktoptionen auseinandergesetzt
kennen ihre Anforderungen schon relativ genau
liefern Informationen, mit denen Ihr Vertrieb direkt arbeiten kann
Ein Produktkonfigurator ist hier das ideale Lead-Generierungs-Tool, weil er aus einfachen Anfragen strukturierte, qualifizierte Leads macht – ohne Mehraufwand für Ihr Team.
Für wen lohnt sich ein Produktkonfigurator zur Leadgenerierung?
Beispiel: Leadgenerierung für konfigurierbare und modulare Produkte
Ein Konfigurator lohnt sich besonders, wenn Ihre Produkte erklärungsbedürftig sind und viele Varianten haben.
Modulare oder maß-konfigurierbare Produkte
Typische Beispiele:
modulare Maschinen und Anlagen
Möbel- oder Innenausbau-Lösungen
modulare Software-Pakete oder Lizenzen
Gebäudetechnik, Energie- oder Sicherheitslösungen
Überall dort, wo viele Optionen und Abhängigkeiten existieren, hilft ein Konfigurator, das Angebot greifbar zu machen. Gleichzeitig werden diese Varianten im Hintergrund regelbasiert geprüft, damit nur sinnvolle Kombinationen angefragt werden.
Wenn der Entscheidungsprozess vor dem Kauf wichtig ist
Je teurer und komplexer ein Produkt, desto wichtiger ist der Vorentscheid:
Welche Ausführung passt wirklich?
Welche Ausstattung ist „nice to have“, welche „must have“?
Welche Konsequenzen haben bestimmte Optionen?
Ein Konfigurator bildet diesen Entscheidungsprozess ab. Interessenten treffen vorab Entscheidungen, vergleichen Varianten und kommen damit viel vorbereiteter in das Gespräch mit Ihrem Vertrieb.
Wenn Visualisierung wichtig ist
Produktvisualisierung im Leadgenerierungsprozess
Ob 3D-Modell, 2D-Skizze oder einfache Bildvarianten: Sobald Produktvisualisierung eine Rolle spielt, ist ein Konfigurator auf der Website besonders stark.
Nutzer sehen unmittelbar, was sie konfiguriert haben. Das reduziert Missverständnisse und steigert die Identifikation mit der Lösung.
Welche Vorteile bietet ein Konfigurator als Lead-Generierungs-Tool?
Ein digitaler Produktkonfigurator kombiniert Leadgenerierung und Leadqualifizierung in einem Prozess. Sie erhöhen sowohl die Menge als auch die Qualität Ihrer Leads.
Anzahl erhöhen: Qualifizierte Leads
Durch die attraktive Interaktion steigt:
die Verweildauer auf der Website
die Zahl der Nutzer, die bis zum Ende des Prozesses gehen
die Bereitschaft, Kontaktinformationen zu hinterlassen
Sie gewinnen mehr Leads – aber nicht irgendeine Masse, sondern Interessenten, die bereits konkrete Entscheidungen getroffen haben.
Produktbindung erhöhen
Hier kommt der IKEA-Effekt ins Spiel. Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass Menschen Dinge höher bewerten, an deren Gestaltung sie beteiligt waren.
Übertragen auf Ihren Konfigurator bedeutet das:
Nutzer investieren Zeit und Gedanken in „ihr“ Produkt
sie treffen aktiv Entscheidungen
sie fühlen sich stärker an die konfigurierte Lösung gebunden
Diese emotionale Bindung erhöht die Abschlusswahrscheinlichkeit und reduziert den Preisfokus.
Kaufbereitschaft erhöhen
Wer schon 10–15 Minuten in eine Konfiguration gesteckt hat, ist meist weiter im Entscheidungsprozess als jemand, der nur ein kurzes Formular ausgefüllt hat.
Solche Leads:
sind kaufbereiter
akzeptieren eher höhere Ausstattungen
sind eher bereit, mehr Geld zu investieren
Das macht den Konfigurator zu einem Lead-Generierungs-Tool, das nicht nur Adressen sammelt, sondern den Auftragswert positiv beeinflusst.
Automatisierte Angebotserstellung
Ein großer Pluspunkt für Ihren Vertrieb: Aus der Konfiguration lässt sich automatisch ein erstes Angebot generieren.
Wichtig: Kontaktdaten kommen erst am Ende. Der Nutzer hat bis dahin bereits viel investiert. Die Hemmschwelle, die Anfrage abzuschicken, ist deutlich niedriger.
Wie helfen Pflichtfelder und Validierungen der Lead-Qualität?
Beispiel: Qualifizierte Leads mit Konfigurator-Formular erhalten (Out4Kitchen)
Pflichtfelder und Plausibilitätsprüfungen sorgen dafür, dass:
alle relevanten Informationen vorliegen
unsinnige Kombinationen vermieden werden
der Vertrieb keine Rückfragen zu Basisdaten stellen muss
Das erhöht die Qualität der Leads und die Effizienz im Vertrieb.
Welche Abschluss-Optionen steigern Ihre Conversion?
Typische Abschlussvarianten:
Konfiguration → Angebot als PDF + Anfrage per E-Mail
Der Nutzer erhält unmittelbar ein übersichtliches PDF mit allen Konfigurationsdetails. Parallel landet die Anfrage im Vertrieb.
Vorteile:
Nutzer haben das Gefühl, „schon etwas zu bekommen“
Ihr Vertrieb steigt mit derselben Datengrundlage in das Gespräch ein
Konfiguration speichern & Code per E-Mail
Hier bekommt der Interessent einen Konfigurationscode oder Link per E-Mail.
Vorteile:
Konfiguration kann später angepasst werden
gemeinsame Durchsprache mit dem Vertrieb auf Basis derselben Version
ideal für längere Entscheidungsprozesse und B2B-Sales
Warum qualifiziert ein Konfigurator Leads besser als klassische Formulare?
Ein Konfigurator ist kein hübscheres Formular. Er bildet den Entscheidungsprozess ab und macht aus Klicks wertvolle Informationen.
Preisindikation, Plausibilitätschecks, Variantenvergleich – was wirkt?
Je nach Strategie können Sie:
eine grobe Preisindikation anzeigen
nur Preisbereiche zeigen
Preise vollständig ausblenden und intern kalkulieren
Wichtiger als die konkrete Zahl ist oft:
Welche Optionen wurden gewählt oder abgewählt?
Welche Varianten hat der Nutzer verglichen?
Wo brechen Interessenten ab?
Dazu kommen Plausibilitätsprüfungen. Nur sinnvolle Konfigurationen werden an den Vertrieb übergeben. Das spart Zeit und vermeidet Missverständnisse.
Beispiel: Alle Produktdaten im Überblick für eine erfolgreiche Leadgenerierung
Individuelle Konfiguration und Abbildung des Produktsortiments
Ihr kompletter Variantenraum lässt sich im Konfigurator abbilden. Interessenten finden genau die Lösung, die zu ihnen passt – ohne PDFs wälzen zu müssen.
Das steigert die Zufriedenheit und reduziert die Gefahr, dass unrealistische Kombinationen angefragt werden.
Interaktive Auseinandersetzung mit dem Produkt – der IKEA-Effekt
Der IKEA-Effekt beschreibt, dass Menschen Produkte höher bewerten, die sie selbst (mit)gebaut haben. Im Kontext von Konfiguratoren heißt das:
Nutzer erleben sich als Mitgestalter
sie verstehen die Auswirkungen ihrer Auswahl
sie entwickeln ein starkes „Mein Produkt“-Gefühl
Diese gefühlte Mitgestaltung führt zu:
höherer Zahlungsbereitschaft
geringerer Wechselbereitschaft zu Wettbewerbern
höherer Abschlusswahrscheinlichkeit
Ein Konfigurator macht diesen Effekt systematisch nutzbar – als zentrales Element Ihres Lead-Generierungs-Tools.
Visualisierung
Produktvisualisierung wichtig für Leadgenerierung
Visualisierungselemente verstärken den Effekt:
Live-Ansicht der Zusammenstellung
3D- oder 2D-Darstellungen
Vergleich von Varianten in Bildform
Interessenten sehen, was sie bekommen. Das macht Entscheidungen leichter und Anfragen verbindlicher.
Wie binden Sie den Konfigurator in Ihre Website und Systeme ein?
Shop- und Website-Integration im Leadgenerierungstool K3 Konfigurator
Die technische Einbindung lässt sich meist schlank umsetzen.
iFrame, Hyperlink, Webhook, Plugin – was ist zu beachten?
Web Component, der Konfigurator wird ein Teil der Webseite
Wichtig sind eine gute Performance und ein sauberer Übergang in Ihre bestehende Benutzerführung. Lesen Sie mehr zur Konfigurator-Integration im Artikel: Konfigurator-Anbindung.
CRM-, CPQ- und ERP-Integration: Welche Daten fließen wohin?
Der wahre Mehrwert entsteht, wenn Konfigurationen automatisiert in Ihre Systeme fließen:
Viele Unternehmen zögern, weil sie ein großes IT-Projekt erwarten. Das ist nicht nötig.
Minimal Viable Konfigurator: Welche Schritte zuerst?
Für den Start reicht ein Minimal Viable Konfigurator:
Fokus auf ein Kernprodukt oder eine Kernproduktlinie
Abbildung der wichtigsten Varianten und Regeln
einfache, klare Nutzerführung
definierter Übergabepunkt an den Vertrieb
Weitere Funktionen wie 3D, Preislogik oder tiefe ERP-Integration können später kommen. Ein eigener Artikel über den „Prototyp-Konfigurator“ kann diesen Weg vertiefen.
Inhalte, die Sie intern vorbereiten sollten
Damit Ihr Konfigurator schnell produktiv wird, sollten intern vorbereitet sein:
Produktlogik und Regeln (was passt wie zusammen?)
Preismodelle oder Preislogik
Medien: Bilder, Icons, ggf. 3D-Daten
textliche Beschreibungen für Optionen und Hilfetexte
Damit reduzieren Sie Projektrisiken und können innerhalb kurzer Zeit echte Leads über Ihre Website generieren.
Fazit: Mehr qualifizierte Leads dank Konfigurator
Ein Produktkonfigurator auf Ihrer Website ist weit mehr als ein nettes Gimmick. Er ist ein strategisches Lead-Generierungs-Tool, das:
mehr Leads generiert
die Qualität dieser Leads deutlich erhöht
den Vertriebsprozess beschleunigt
die Kaufbereitschaft Ihrer Interessenten steigert
Durch die interaktive Auseinandersetzung mit Ihrem Produkt, die Produktvisualisierung und den IKEA-Effekt entsteht eine starke Bindung zwischen Interessent und Lösung.
Für Anbieter modularer oder maßkonfigurierbarer Produkte ist der Online-Produktkonfigurator damit einer der effizientesten Wege, online qualifizierte Anfragen zu gewinnen – und diese in profitable Aufträge zu verwandeln.
Mirco Sell - Konfigurator-Experte
Kostenfreie Beratung
Wir haben uns seit 2014 auf Konfiguratoren spezialisiert. Diese Erfahrung teilen wir gerne mit Ihnen.
Leadgenerierung Tool konfigurator - Häufige Fragen und Antworten
Ab wann lohnt sich ein Konfigurator als Leadgenerierungs-Tool für mein Unternehmen?
Ein Konfigurator lohnt sich in der Regel für konfigurierbare und modulare Produkte. Spätestens wenn Ihr Vertrieb regelmäßig Zeit damit verbringt, unvollständige Anfragen zu sortieren und Basisinformationen nachzufragen, ist ein digitales Leadgenerierungs-Tool sinnvoll. Schon ein fokussierter „Minimal Viable Konfigurator“ für ein Kernprodukt kann hier messbar bessere Leads liefern.
Ersetzt ein Konfigurator mein klassisches Kontaktformular komplett?
Nicht zwingend. In vielen Fällen ist eine Kombination sinnvoll:
Das Kontaktformular bleibt für allgemeine Anfragen.
Der Konfigurator übernimmt alle produktbezogenen Anfragen. Wichtig ist, dass produktrelevante Leads den Weg über das Lead-Generierungs-Tool nehmen. So landen nur noch strukturierte, qualifizierte Anfragen beim Vertrieb, während das Formular für Service- oder Rückfragen genutzt wird.
Wie stark beeinflusst der IKEA-Effekt wirklich die Leadqualität?
Der IKEA-Effekt sorgt dafür, dass Interessenten ihre konfigurierte Lösung höher bewerten, weil sie aktiv daran mitgewirkt haben. Das zeigt sich in der Praxis zum Beispiel durch:
höheres Commitment zur eigenen Konfiguration
geringere Wechselbereitschaft zu Wettbewerbern
höhere Bereitschaft, in besser ausgestattete Varianten zu investieren Damit steigt nicht nur die Leadqualität, sondern oft auch der durchschnittliche Auftragswert – ein wesentlicher Vorteil eines gut umgesetzten Leadgenerierungs-Tools.
Wie viel Aufwand ist nötig, um mit einem Konfigurator zu starten?
Der Start ist meist weniger aufwendig, als viele erwarten. Für eine erste Version brauchen Sie vor allem:
eine klare Produktlogik (Regeln und Abhängigkeiten)
definierte Varianten und Optionen
grundlegende Preislogik oder Preisbereiche
Bildmaterial oder einfache Visualisierungen
Mit einer spezialisierten Konfigurator-Software können Sie zunächst mit einem schlanken Setup starten und später Funktionen wie tiefe ERP-Integration, 3D oder CPQ-Anbindung ergänzen. Das kann sogar in 3- 12 Wochen passieren. So wird Ihr Konfigurator schrittweise zum zentralen Leadgenerierungstool.
Wie messe ich, ob der Konfigurator als Leadgenerierungs-Tool erfolgreich ist?
Wichtige Kennzahlen sind unter anderem:
Conversion-Rate Besuch → Konfiguration
Conversion-Rate Konfiguration → Anfrage
Bewertung der Leadqualität durch den Vertrieb
Time-to-Quote (Zeit von Anfrage bis erstes Angebot)
Abschlussrate und durchschnittlicher Auftragswert
Wenn Sie diese KPIs vor und nach Einführung des Konfigurators vergleichen, sehen Sie sehr schnell, ob Ihr Leadgenerierungs-Tool die gewünschten Effekte bringt – und wo Sie noch nachjustieren sollten.